KI im Alltag: kostenlose Werkzeuge, gemessen statt geraten
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Ich bin Philipp und arbeite im Salzkammergut in Oberösterreich. Ich baue kostenlose Werkzeuge, mit denen künstliche Intelligenz im Alltag etwas Nützliches tut: einen Lebenslauf-Editor, einen PDF-Zusammenfüger, einen Hintergrundentferner. Ohne Anmeldung, ohne Abo.
Im Sommer 2026 habe ich 992 österreichische Firmenwebsites daraufhin untersucht, ob KI-Dienste sie überhaupt lesen dürfen. 874 waren auswertbar. Das Ergebnis: 12,9 Prozent sperren mindestens einen Dienst aus, und neun von zehn dieser Sperren stehen in keiner robots.txt. Messen statt raten ist die Arbeitsweise, die ich auch in meinen Kursen anwende.
Beim Bauen des Lebenslauf-Editors ist mir aufgefallen, dass fast jeder deutschsprachige Bewerbungsratgeber für Deutschland geschrieben ist und in Österreich schon an den Begriffen scheitert: Dienstzeugnis, Matura, Kollektivvertrag, Karenz. Also habe ich nachgelesen, was hier tatsächlich gilt — Angestelltengesetz, ABGB, Gleichbehandlungsgesetz, die Entgeltangabe im Inserat — und daraus dreißig Lektionen gemacht.